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Westliches Kriegsgerät, das offenbar für die Ukraine bestimmt gewesen wäre, ist in Mexiko aufgetaucht. Drogenkartelle sind jetzt mit Granatwerfern ausgestattet.

Brisante Aufnahmen aus Mexiko: Journalisten ist es gelungen, Kämpfer eines Drogenkartells mit einem Granatenwerfer zu filmen. Ein Mitglied des Golfo-Kartells stolziert in der Aufnahme mit einem schwedischen AT-4-Granatwerfer herum. Das mexikanische Fernsehen thematisierte die Sache.
NATO-Gerät vom Schwarzmarkt

Der Granatwerfer sei am Schwarzmarkt von den ukrainischen Streitkräften gekauft worden, heißt es. Auch wenn das der mexikanische TV-Sender annimmt, bleibt das aber Spekulation. Sicher ist, dass viele Stimmen seit Beginn der Waffenlieferungen an die Ukraine genau davor gewarnt haben.

Die NATO habe keine Kontrolle, was mit den Waffen geschehen würde. Korruption innerhalb der ukrainischen Streitkräfte könnte dazu führen, dass das Kriegsgerät in der ganzen Welt verteilt wird. Schon 2022 war ein Video aufgetaucht, dass kosovo-albanische Milizen beim Kauf von NATO-Waffen zeigen sollte.

Während manche vermuten, dass der Granatwerfer auch aus Afghanistan kommen könnte, rechnet das mexikanische Medium damit, dass das Kriegsgerät, das eigentlich der Panzerabwehr dienen soll, über Ukraine den Weg nach Mexico gefunden hat.

Mexiko beteiligt sich nicht an den Sanktionen gegen Russland. Präsident Andres Manuel Lopez ruft den Westen regelmäßig dazu auf, die Waffenlieferungen an die Ukraine zu stoppen und stattdessen für Gespräche zwischen Russland und der Ukraine zu werben. Erst am Dienstag sagte er, dass die Waffenlieferungen den Konflikt nur weiter anheizen würden. Lopez Obredor schlug außerdem vor, dass eine Koalition angeführt von UN-General Antonio Guterres, dem indischen Premierminister Modi und Papst Franziskus Friedensgespräche vermitteln sollten. Mexiko werde seine neutrale Position im Krieg nicht aufgeben, sagte er.

Zwischen den USA und Mexiko kam es zuletzt immer mehr zu diplomatischen Spannungen. Und Mexiko wird selbstbewusster: so plant man den Import von gentechnisch verändertem Getreide aus den USA zu verbieten. Außerdem sollen militärische Kontakte nach Washington abgebaut werden.

Innenpolitisch können Drogenkartelle aber das Land aufwühlen. Vor allem wenn sich diese mit NATO-Kriegsgerät aufgerüstet haben.